Bücher schreiben ist wie Schmetterlinge fangen …?

Vor einiger Zeit habe ich dieses Zitat in einem Interview mit der Fantasy-Autorin Robin Hobb aufgeschnappt. Was sie damit sagen wollte, war – in meinen eigenen Worten wiedergegeben – Folgendes: Das Schreiben einer Geschichte fängt oft mit einer strahlenden Idee an: Ein großartiger Einfall oder eine neue, magische Welt, die einem klar und wundervoll vor Augen steht. Man muss sie nur noch zu Papier bringen. Doch oftmals stellt man fest, dass es schwer zu greifen ist. Man füllt Seiten um Seiten mit Buchstaben, baut diese Welt auf, webt aus der Idee eine Handlung. Und dann – Wochen, Monate oder Jahre später – schaut man darauf und ist irgendwie unzufrieden. Man denkt: Ich habe es nicht richtig zu packen bekommen, es nicht eingefangen, es ist mir entschlüpft …

Es ist recht tröstlich, so etwas von einer so talentierten und erfolgreichen Autorin wie Robin Hobb zu hören. Auch andere berühmte Autoren habe ich schon Ähnliches sagen hören. Es ist auf eine komische Art beruhigend, weil ich das Gefühl genau kenne.

Selbstzweifel gehören wohl zum Schreiben dazu. Auch jetzt, während ich am fünften und letzten Teil meiner neuen Fantasy-Reihe arbeite, dem umfangreichsten Schreibprojekt, das ich je in Angriff genommen habe, plagen sie mich wieder. Ich befürchte, dass ich nicht alle Schmetterlinge eingefangen haben könnte. Ein paar der fragilen Falter habe ich vielleicht sogar regelrecht zwischen den Buchdeckeln zerquetscht. Ihre Flügel sind so schrecklich zart und zerbrechlich.

Ich glaube und hoffe trotzdem, dass euch noch genug davon entgegen fliegen werden, wenn ihr die Seiten wieder aufschlagt. Auf eure Meinungen warte ich schon jetzt voller Spannung – und fange derweil weiter Schmetterlinge. Die ein oder andere Motte ist allerdings auch dabei. In Andurion ist längst nicht mehr alles eitel Sonnenschein …

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